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3 Tage Roadtrip durch Nordirland

November 24, 2017

Drei Tage mit Jochen und Tim durch ein geteiltes Belfast und entlang einer der schönsten Küstenstraßen, die man befahren kann. Über Hängebrücken zu zerklüfteten Inseln und auf dem Weg des Riesen Finn MacCool, der eigentlich bis nach Schottland reichen sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Belfast

 

Von Dublin aus ist es nur eine kurze Fahrt nach Belfast. Nach spätestens zwei Stunden ist man da und muss nicht mal eine Grenze ins Vereinigte Königreich passieren. Bereits vor unserem Flug nach Irland wurden wir von deutschen Grenzbeamten strenger kontrolliert, als es normalerweise innerhalb der EU üblich wäre.

 

Wir übernachten in der Nähe der nordirischen Hauptstadt in einem Bed & Breakfast und überlegen gemeinsam mit unseren Gastgebern was wir am nächsten Tag anstellen können. Schnell stehen das Titanic-Museum und eine Black Taxi Tour auf dem Programm.

 

Am nächsten Morgen brechen wir nach einem ausgiebigen Frühstück im The Rocks B&B auf. Inspirierend war vor Allem der Hintergrund der Eigentümer, die hier lange nur in einem Wohnwagen gelebt haben, während sie das schöne Haus aufbauten. Jetzt aber geht es erstmal um Nordirland.

 

Das Titanic-Museum

 

Genau hier ist dieses gigantische Schiff vom Stapel gelaufen, bevor es auf Jungfernfahrt nach Southhampton ging. Von hier nahm dann das Unglück seinen Lauf. Den Rest haben uns Leo Di Caprio und Kate Winslet eindrucksvoll gezeigt. Das gesamte Hafenviertel ist heute nach der Titanic benannt und in der Mitte steht ein futuristisches Gebäude - das Museum. Wenn man möchte bekommt man hier detalliert einen Einblick in die Geschichte bekommen und kann sogar mit einer Bahn durch die nachgebauten Docks fahren.

 

Paddy Cambell's Black Cab Tours

 

 

Während unserer Schulzeit war der Nordirlandkonflikt immer wieder Thema, aber heute ist das ja Schnee von gestern - dachten wir. Als wir zu Sean ins Taxi stiegen staunten wir nicht schlecht, als er uns den Plan für die nächsten zwei Stunden erklärte. Zuerst würden wir uns das protestantische Viertel anschauen und dann durch ein Tor, dass jeden Abend geschlossen würde, in den katholischen Teil der Stadt fahren. Moment mal: und das im 21. Jahrhundert?

 

Kurz darauf halten wir in der Shankill Road und laufen gemeinsam durch die Straßen. Hier wohnen nur Protestanten und überall erinnern Wandbilder mit bewaffneten Männern und Gedenkstätten an vergangene Anschläge in Supermärkten und Bars.

 

Tatsächlich geht es nach einer Weile zur Friedensmauer, die meterhoch zwischen den verfeindeten Stadtteilen aufragt. Durch ein riesiges Eisentor fahren wir in den katholischen Teil Belfasts. Die Häuser sind hier zum Schutz vor Molotow-Cocktails mit Gitterkäfigen ausgestattet und auch hier prangen Wandbilder verstorbener IRA-Angehöriger an den Wändern.

 

Ballycastle

  

Etwa eine halbe Stunde braucht man, um von Belfast bis an die Küste nach Larne zu gelangen. Ab da führt eine schmale Straße entlang des Meeres immer weiter Richtung Norden. Grüne Wiesen sind durch selbst gebaute Steinmauern voneinander getrennt und Schafe grasen am Straßenrand. Immer wenn ein Traktor uns entgegen kommt, halten wir an, warten und lassen unsere Blicke über das Wasser und die vorgelagerten Inseln der wunderschönen Landschaft   gleiten.

 

Kurz vor Cushendun biegen wir nach Ballycastle ab und erreichen das Maghernahar B&B. Abends gehen wir im O'Connors im Stadtzentrum essen (hier gibt es ein super Preis-Leistungs-Verhältnis), denn am nächsten Tag müssen wir gestärkt sein

 

Dark Hedges

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Früh morgens fahren wir zu einem der beliebtesten Drehorte der Serie Game of Thrones. Wie eine verwunschene lange Straße schlängelt sich die mit Bäumen bewachsene Allee durch das Land. Eine dunkle Hecke können wir nicht erkennen, aber dafür lohnt sich hier ein Spaziergang, solange die täglichen Reisebusse noch nicht angekommen sind.

 

Carrik-A-Rede-Rope-Bridge

 

 

Nur eine Viertelstunde von Ballycastle entfernt liegt die wackelige Hängebrücke, die das Festland des County Antrim mit der Insel Carrick-A-Rede verbindet. Der Name bedeutet "Fels im Weg" und ist an die einzigartige Lage der Insel angelehnt, denn sie befindet sich genau im Weg der Lachse zu ihren Laichgebieten, so dass die Fischer die Tiere hier mit Netzen aus dem Wasser holen konnten. Der Weg bis zur Brücke ist malerisch und dauert ungefähr 15 Minuten.

 

Giant's Causeway

 

Der Legende nach hat der Riese Finn MacCool von hier aus einen Weg bis nach Schottland gebaut, um sich mit seinem Widersacher Benandonner die entscheidende Schacht zu liefern. Heute erinnern 40.000 Basaltsäulen, die eindrucksvoll bis zu zwölf Meter aus dem Grund ins Meer ragen, an diese Geschichte

 

Bushmill's Distillery

 

Nur 10 Kilometer von Ballycastle entfernt befindet sich die 1608 gegründete Distellerie, die man entweder im Rahmen einer Führung oder aber individuell besuchen kann. Hier wird der Whiskey noch mit dem Wasser aus dem Fluss neben der Distillerie gewonnen

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