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Weltreise

Lilienthaler auf Weltreise

Irene Niehaus 27.09.2017

Björn Schlenker und seine Freundin Marcia Nietfeld nahmen sich eine Auszeit und gingen auf Tour. Ihr Ziel war die Welt. Mit ihrem Rucksack waren sie zehn Monate lang unterwegs.

Wanderung in den Drakensbergen in Südafrika

Lilienthal. Wer bei Björn Schlenker und seiner Freundin Marcia Nietfeld in der Küche steht, staunt nicht schlecht. Hunderte von dekorativen Magneten kleben an der Wand. Mitbringsel sind es von ihrer letzten großen Reise. Wovon viele träumen, was aber nur wenige tatsächlich verwirklichen können, machten die beiden Lilienthaler wahr. Sie nahmen sich eine Auszeit und gingen auf Tour. Ihr Ziel war die Welt. Mit ihrem Rucksack waren der 33-Jährige und seine vier Jahre jüngere Partnerin zehn Monate lang unterwegs. Die Abenteurer durchfuhren mehrere Kontinente. Wo es ihnen gefiel, blieben sie länger. Afrika und seine Tierwelt hinterließen   besondere Eindrücke. Und auf dem ZDF-Traumschiff sprangen sie kurzerhand als Komparsen ein. Die Weltenbummler engagieren sich nach ihrer Rückkehr für ein Schutz-Projekt für bedrohte Elefanten und Nashörner in Südafrika. Was sie außer den Magneten noch mitbrachten: jede Menge Gelassenheit.

Im September 2016 brachen der 33-jährige Lilienthaler und seine 29-jährige Freundin, eine gebürtige Cloppenburgerin, auf, um die Welt zu bereisen. Zuvor gab das Paar eine große Abschiedsparty für rund 100 Gäste. Ihre Route stand grob fest, einen genauen Zeitplan hatten sie nicht. Björn Schlenker hatte zuvor seine Arbeitsstelle als Logistiker gekündigt, seine Freundin, eine Architektin, nutzte das Ende ihrer Mutterschutz-Vertretung. Die Wohnung vermieteten sie an Schlenkers Kollegen.

Die Idee einer Weltreise habe schon seit einiger Zeit in ihren Köpfen umhergeschwirrt, berichten sie. Sie wollten jene Ecken des Globus kennenlernen, in denen sie noch nicht waren. Das Fernweh verbindet sie, das merkten sie gleich, als sie sich vor drei Jahren kennenlernten. Marcia Nietfeld erzählte damals von ihrem Studienjahr im australischen Sidney, von ihrem Auslandssemester auf Bali und ihren Erlebnissen in Indonesien, Malaysia und Neuseeland. Björn Schlenker, begeisterter Basketballspieler und früherer Trainer, lebte ein Jahr lang als Austauschschüler in den USA und als Student in Barcelona, acht Monate arbeitete er als Logistiker in Frankreich, besuchte im Urlaub Irland und reiste mit einem Kumpel durch Laos und Kambodscha. Schnell war klar, dass beide einmal für längere Zeit unterwegs sein wollten. Aber das, was dann vor ihnen lag, war noch einmal eine ganz andere Liga. „Wir richteten ein gemeinsames Weltreise-Konto ein, auf das alles Geld kam, was über war“, erzählt Björn Schlenker.

Sie wollten nach Afrika und Südamerika, das stand irgendwann fest. Für die Reise brauchten die Backpacker nicht viel. Handy, Fotoapparat und Laptop mussten aber auf jedem Fall mit. Und bei ihren Overland-Abenteuern konnten sie sich auf schwierigem Terrain im Notfall mittels GPS orten lassen. Mal mieteten sie Geländewagen mit Dachzelt, wohnten auf Campingplätzen oder kamen in billigen Unterkünften unter, mal waren sie tagelang in Bussen unterwegs. Mit einigen Brocken Landessprache konnten sie sich immer helfen. Englisch, Spanisch und Französisch sprechen sie sowieso. Sie trafen viele hilfsbereite und freundliche Menschen. Sie besuchten Südafrika, Lesotho und Swasiland, Simbabwe, Botswana und Namibia, verbrachten Silvester mit Freunden in Mosambik und einige Zeit in Malawi und Sambia. Aus den geplanten sechs Wochen in Afrika wurden schließlich vier Monate. Sie genossen die Weite der Landschaft, die Natur, die Tierwelt. „In Afrika lebt man viel mehr im Moment.“

Nach ihrem Besuch im Thula Thula-Reservat in Südafrika, einer Schutzstation für Elefanten und einem Waisenhaus für Nashörner in der Nähe von Durban, entschieden sie sich, das Projekt zu unterschützen. „Alle acht Stunden wird in Südafrika ein Nashorn für sein Horn umgebracht. Ein Aussterben dieser einzigartigen Tiere könnte auf diese Weise schon 2026 drohen.“ In Deutschland werben die beiden nun bei Marathonläufen in extra entworfenen T-Shirts für das Reservat (https://www.gofundme.com/saveafricaswildlife) und das „Wildlife Rehabilitations-Zentrum“ und sammeln Spenden. Diese majestätischen Tiere in der Wildnis zu erleben, habe etwas in ihnen verändert, erzählen sie.

In Afrika machten sie gute Erfahrungen und wurden offen empfangen. Ein Erlebnis schildern die Beiden, bei dem sie jedoch physisch und psychisch an ihre Grenzen kamen: Bei 40 Grad waren sie in Namibia mit dem Geländewagen im Sand stecken geblieben. Alleine mit der Schaufel kamen sie nicht mehr heraus, wegen einer falschen Datenübertragung per Satellitentelefon suchten die Helfer am falschen Ort. Lange wussten sie nicht, wann Rettung nahte. Irgendwann kam dann doch jemand.

Und dann wollten sie von Kapstadt nach Südamerika. Aber wie? Flüge gingen selten, also versuchten die Weltenbummler ein Schiff zum Übersetzen zu finden. Glück hatten sie auf dem ZDF-Traumschiff. In schmutzigen Klamotten und voller Eindrücke aus Afrika wurden aus den beiden Rucksacktouristen Kreuzfahrt-Passagiere, die von Jetzt auf Gleich in eine all-inklusive Luxus-Welt gerieten. Zudem bat das ZDF-Team das Paar, bei den Dreharbeiten als Komparsen auszuhelfen. Die dreckigen Backpacker-Sachen tauschten sie gegen Schauspieler-Kleidung. Plötzlich fanden sich die Lilienthaler mit einem Cocktail am Pool wieder, beim Captain's-Dinner in Gala-Garderobe mit Schauspieler Sascha Hehn, Harald Schmidt und Christine Neubauer und bei einem Tango-Kursus. „Wir waren wahrscheinlich die jüngsten Gäste an Bord“, vermutet Marcia Nietfeld. Viele der älteren Kreuzfahrer hätten interessiert ihren Reise-Erzählungen gelauscht und sich mit ihnen über die Erlebnisse gefreut. Während der zweiwöchigen Überfahrt schliefen die Lilienthaler viel, schrieben Tagebuch und bereiteten Fotos auf dem Laptop nach. In Brasiliens zweitgrößter Stadt Rio de Janeiro gingen sie dann als einzige von Bord und erlebten nach den behüteten Tagen einen weiteren Kulturschock. Der Taxifahrer weigerte sich, ihre Pension aufzusuchen. „In dem Stadtteil werdet ihr erschossen“, warnte er. So wählten sie stattdessen eine Unterkunft an der Copacobana.

In Südamerika besuchten sie das Pantanal, eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde, schauten sich vier Tage lang die Tierwelt an und badeten im Fluss mit Kaimanen und Piranjas. „Uns ist nie was passiert.“ Sie erlebten die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zu Argentinien, trafen auf einem Marktplatz in Uruguay zufällig die ZDF-Crew wieder und wanderten in Patagonien. Mit dem Bus ging es nach Chile und mit einem Geländewagen durch die Nationalparks. Weitere Highlights waren eine Salzwüste in Bolivien und die peruanische Inka-Stadt Machu Picchu, wo sie auf einem Trail die Bergwelt erkundeten. Später ging es mit dem Flugzeug auf die Galapagos-Inseln, wo die tauchbegeisterte Architektin und ihr Partner mit Riesenrochen, Haien, Seelöwen, Pinguinen und Riesenschildkröten im warmen Wasser schwammen. In Quito, der Hauptstadt Ecuadors, verbrachten sie schließlich fünf Tage, bevor sie nach Europa zurückkehrten und über Kolumbien ein Schiff nach Lissabon nahmen.

Was hat die Reise mit ihnen gemacht? Sie habe sie noch näher zusammengebracht, erzählen Björn Schlenker und Marcia Nietfeld. Sie haben sich eine gehörige Portion Gelassenheit angeeignet und ein ganz besonderes Grundvertrauen. Eine weitere Nebenerscheinung ist, dass sie sich mehr Zeit für die Dinge im Leben nehmen, die ihnen gut tun. Verstärkt habe sich das Bewusstsein dafür, auch mal nein sagen zu dürfen. Ihre große Reise brachte ihnen noch mehr Demut bei und die Erkenntnis: Nichts am privilegierten Leben ist selbstverständlich.

Botswana
Spitzkoppe in Namibia
Thula Thula Reserve - Südafrika
Addo Nationalpark - Südafrika
Machu Picchu - Peru
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